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<title>Geschichte der Post</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Geschichte der Post</span></h1>
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<p>Die <b>Geschichte der Post</b> behandelt einen Aspekt der Kommunikationsgeschichte und beschreibt die Entwicklung eines der Allgemeinheit zugänglichen Briefverkehrs.
</p><p>Voraussetzung für einen zuverlässigen Nachrichtenaustausch war die Erfindung der <a href="Schrift" title="Schrift">Schrift</a> und eines transportablen <a href="Geschichte_der_Schriftmedien" title="Geschichte der Schriftmedien">Schriftträgers</a>. Schon in der Vorantike und der <a href="Antike" title="Antike">Antike</a> gab es erste Ansätze eines geordneten Nachrichtenwesens, hauptsächlich zu staatspolitischen oder <a href="Milit%C3%A4r" title="Militär">militärischen Zwecken</a>.
</p><p>Die moderne Postgeschichte beginnt in der Frühen Neuzeit mit der Einführung des Stafettensystems mit <a href="Postreiter" title="Postreiter">Reiter</a>- und Pferdewechsel zur schnelleren Nachrichtenübermittlung und der Öffnung für die Allgemeinheit.
</p><p>Dieser Artikel gibt eine Übersicht über die Ursprünge der schriftlichen Nachrichtenübermittlung und das Postwesen ab der frühen Neuzeit.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Die_schriftliche_Nachrichtenübermittlung_in_der_Antike"><span id="Die_schriftliche_Nachrichten.C3.BCbermittlung_in_der_Antike"></span>Die schriftliche Nachrichtenübermittlung in der Antike</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Die_Anfänge_in_Ägypten_und_Babylonien"><span id="Die_Anf.C3.A4nge_in_.C3.84gypten_und_Babylonien"></span>Die Anfänge in Ägypten und Babylonien</h3></div>

<p>Erste Ansätze eines geregelten Nachrichtenaustausches gab es im <a href="Altes_%C3%84gypten" title="Altes Ägypten">Alten Ägypten</a>, in <a href="Babylonien" title="Babylonien">Babylonien</a> und <a href="Mari_(Stadt)" title="Mari (Stadt)">Mari</a> (Mari-Briefe).
</p><p>Die Alten Ägypter nutzen den <a href="Nil" title="Nil">Nil</a> als Hauptverkehrsader, um schriftliche Nachrichten durch Schiffsreisende zu übermitteln.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die ägyptischen <a href="Pharao" title="Pharao">Könige</a> pflegten den Kontakt mit weit entlegenen Provinzen zusätzlich mit zahlreichen Fußboten. Diese mussten in der Lage sein, weite Strecken in möglichst kurzer Zeit zurückzulegen. Ein geordnetes Postwesen im heutigen Sinn gab es im Alten Ägypten dagegen noch nicht.
</p><p>Erst im <a href="Neues_Reich" title="Neues Reich">Neuen Reich</a> gab es offizielle Briefboten, sowohl Fußboten, aber auch reitende Briefboten. Ebenso ist aus <a href="Hethiter" title="Hethiter">hethitischen</a>, <a href="Ugarit" title="Ugarit">ugaritischen</a> und ägyptischen Quellen, besonders den <a href="Amarna-Briefe" title="Amarna-Briefe">Amarna-Briefen</a>, ein reger Nachrichtenaustausch mit den benachbarten Großreichen und den Vasallenstaaten bekannt. Nach Dokumenten aus der Handwerkersiedlung von <a href="Deir_el-Medina" title="Deir el-Medina">Deir el-Medina</a> lag die innerägyptische Nachrichtenübermittlung in den Händen der Polizei.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die oft in der postgeschichtlichen Literatur behauptete Einsetzung von <a href="Brieftaube" title="Brieftaube">Brieftauben</a> zur Briefbeförderung ist dagegen historisch umstritten. Zwar wurden bei der Krönung eines Pharaos oder beim <a href="Min_(%C3%84gyptische_Mythologie)" class="mw-redirect" title="Min (Ägyptische Mythologie)">Minfest</a> vier Tauben als Boten ausgesandt, was man aber noch nicht als geregelte <a href="Taubenpost" title="Taubenpost">Taubenpost</a> bezeichnen konnte. Die eigentliche Taubenpost wurde wahrscheinlich erst in römischer oder frühislamischer Zeit in Ägypten eingeführt.<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Zahlreiche Informationen über die Briefbeförderung im <a href="Griechisch-r%C3%B6mische_Zeit_(%C3%84gypten)" class="mw-redirect" title="Griechisch-römische Zeit (Ägypten)">spätzeitlichen</a> <a href="Ptolem%C3%A4er" title="Ptolemäer">ptolemäischen</a> Ägypten unter griechischen Herrschern liefert der <i>Hibe-<a href="Papyrus" title="Papyrus">Papyrus</a></i>, der um 255 v.&nbsp;Chr. anzusetzen ist. Dieses Dokument war eine Art Kontrollbuch eines Briefboten, in welchem jede Auslieferung von Briefsendungen vom <a href="Postempf%C3%A4nger" title="Postempfänger">Empfänger</a> bestätigt wurde. Der Papyrus schildert Einzelheiten über die damalige Briefbeförderung, die Adressaten und die Empfänger. Der Papyrus beginnt mit folgenden Worten:
</p>
<dl><dd>»Am 16. übergab N.&nbsp;N. dem Alexandros sechs Stück, und zwar: an den König Ptolemäus ein Briefpaket, an den Finanzminister Apollonios ein Briefpaket sowie zwei Briefe, die an das Briefpaket angebunden sind, an den Kreter Antiochus ein Briefpaket, an Mendoros ein Briefpaket, an Chelos ein Briefpaket vereinigt mit den anderen. Alexandros übergab die Sachen dem Nikodemus am 17.&nbsp;…«</dd></dl>
<p>Im 1.&nbsp;Jahrhundert v.&nbsp;Chr. schrieb <a href="Diodor" title="Diodor">Diodorus Siculus</a>: „Sobald (der König) bei Tagesanbruch aufgestanden war, hatte er zuerst die von allen Seiten einlaufenden Briefe selbst in Empfang zu nehmen, damit er alles desto weislicher einrichten und behandeln konnte, nachdem er alles, was im Reiche geschehen war, vollkommen in Erfahrung gebracht hatte.“<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Persien">Persien</h3></div>
<p>Im <a href="Perserreich" title="Perserreich">Perserreich</a> wurde von <a href="Kyros_II." title="Kyros II.">Kyros dem Großen</a> (550–529 v. Chr.) ein eigenes System der Nachrichtenübermittlung eingerichtet, in dem hauptsächlich berittene <a href="Bote" title="Bote">Boten</a> beschäftigt waren. So ließ Kyros eigene <a href="Relais_(Post)" title="Relais (Post)">Relaisstationen</a> in regelmäßigen Abständen auf den wichtigsten Verkehrsrouten einrichten. Sie waren ungefähr eine Pferdetagereise voneinander entfernt und dienten den Boten als Zwischenstationen.
</p><p><a href="Herodot" title="Herodot">Herodot</a> (ca. 484–424 v. Chr.) berichtete in seinen Historien (VIII, 98) von dem persischen <a href="Angarium" title="Angarium">Angarium</a>, berittenen Boten, die zwischen festen Stationen, die gewöhnlich eine Tagesreise voneinander eingerichtet waren, die Briefe bei Wind und Wetter beförderten und die Nachricht dem nächsten Boten übergaben. Von dieser Einrichtung berichtet auch <a href="Xenophon" title="Xenophon">Xenophon</a>. <a href="Diodor" title="Diodor">Diodor</a> beschrieb eine ähnliche Einrichtung unter <a href="Antigonos_der_Hasmon%C3%A4er" title="Antigonos der Hasmonäer">Antigonus</a> im heutigen Palästina.
</p><p>Daneben gab es nach Diodor auch persische Rufposten. Über eine Entfernung von bis zu 30 Tagesreisen waren in Abständen Bewohner mit kräftigen Stimmen postiert, die die Nachrichten von Ort zu Ort schrien. Das persische Nachrichtensystem mit Relaisstationen wurde bald von anderen <a href="Hochkultur_(Geschichtswissenschaft)" title="Hochkultur (Geschichtswissenschaft)">Hochkulturen</a> nachgeahmt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Griechenland_und_Römisches_Reich"><span id="Griechenland_und_R.C3.B6misches_Reich"></span>Griechenland und Römisches Reich</h3></div>

<p>In <a href="Antikes_Griechenland" title="Antikes Griechenland">Griechenland</a> konnte in den zahlreichen, z.&nbsp;T. miteinander zerstrittenen <a href="Stadtstaat" title="Stadtstaat">Stadtstaaten</a> zunächst kein eigenes Postwesen entstehen. Es gab nur einige Fußboten, die zur Überbringung von Nachrichten eingesetzt wurden. Diese <i>Hemerodrome</i> genannten „Tagläufer“ (so die wörtliche Übersetzung) erwiesen sich wegen der geographischen Beschaffenheit Griechenlands schneller als die Boten zu <a href="Pferde" title="Pferde">Pferde</a>.
</p><p>Der berühmteste dieser Boten ist zweifelsohne <a href="Pheidippides" title="Pheidippides">Pheidippides</a>, der nach der Überlieferung <a href="Herodot" title="Herodot">Herodots</a> 490 v. Chr. in zwei Tagen von <a href="Athen" title="Athen">Athen</a> nach <a href="Sparta" title="Sparta">Sparta</a> (ca. 240&nbsp;km) gerannt war, um dort um Hilfe für die bevorstehende <a href="Schlacht_bei_Marathon" title="Schlacht bei Marathon">Schlacht bei Marathon</a> zu bitten. Pheidippides überbrachte allerdings nur eine mündliche Nachricht. Dagegen ist unter den griechischstämmigen ptolemäischen Herrschern in Ägypten ein ausgeprägtes Postsystem nachweisbar.
</p><p>Die Grundlagen für eine eigene Staatspost im <a href="R%C3%B6misches_Reich" title="Römisches Reich">Römischen Reich</a> wurden von <a href="Julius_Caesar" class="mw-redirect" title="Julius Caesar">Gaius Iulius Caesar</a> gelegt. Der römische Kaiser <a href="Augustus" title="Augustus">Augustus</a> baute sie später beträchtlich aus. Die „Post“ wurde damals <i><a href="Cursus_publicus" title="Cursus publicus">cursus publicus</a></i> genannt und unterstand direkt dem Kaiser. Der <i>cursus publicus</i> war nicht für private Sendungen zugelassen – dieses Verbot wurde aber immer wieder gebrochen oder umgangen. Postsendungen wurden, soweit möglich, mit dem <a href="Schiff" title="Schiff">Schiff</a> befördert. An Land bediente man sich des Pferdes. In Abständen von etwa 7 bis 14&nbsp;km wurden hierzu eigene Post- und Raststationen, genannt <a href="Mansio" title="Mansio">Mansio</a>, für den Pferdewechsel eingerichtet. Mit dem <a href="Untergang_des_Westr%C3%B6mischen_Reiches" class="mw-redirect" title="Untergang des Weströmischen Reiches">Untergang des Weströmischen Reiches</a> verschwand auch der <i>cursus publicus</i>. Im <a href="Ostr%C3%B6misches_Reich" class="mw-redirect" title="Oströmisches Reich">Oströmischen Reich</a> hielt er sich noch bis etwa 520.
</p><p>Da der römische Staat zu seinen Blütezeiten das <a href="Gewaltmonopol" class="mw-redirect" title="Gewaltmonopol">Gewaltmonopol</a> wenigstens in Städten und auf <a href="R%C3%B6merstra%C3%9Fe" title="Römerstraße">Römerstraßen</a> aufrechterhalten konnte, war Briefraub oder der Überfall von Boten selten. In Krisenzeiten wie der <a href="Reichskrise_des_3._Jahrhunderts" title="Reichskrise des 3. Jahrhunderts">Reichskrise des 3. Jahrhunderts</a> war dies aber nicht immer gegeben.
</p><p>Für Privatbriefe musste man andere Wege wählen, man gab sie etwa reisenden Freunden mit. Allerdings war damit manchmal auch eine lange Wartezeit verbunden; beispielsweise empfing <a href="Augustinus" class="mw-redirect" title="Augustinus">Augustinus</a> einmal einen Brief erst nach neun Jahren. Waren die Distanzen nicht ganz so groß, so schickte ein Römer einen eigens dafür gehaltenen Sklaven, der zu Fuß bis zu 75&nbsp;km am Tag zurücklegte.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Kaiserreich_China">Kaiserreich China</h3></div>
<p>Im <a href="Kaiserreich_China" title="Kaiserreich China">Kaiserreich China</a> wurden Briefe bereits in sehr weit zurückliegender, vorchristlicher Zeit durch staatlich bestallte <a href="Bote" title="Bote">Kuriere</a> befördert, die, je nach der zurückzulegenden Strecke, <a href="Fu%C3%9Fverkehr" title="Fußverkehr">zu Fuß</a> oder <a href="Reiten" title="Reiten">beritten</a> die <a href="Briefzustellung" title="Briefzustellung">Zustellung</a> vornahmen. Der Grundstein hierzu wurde während der <a href="Zhou-Dynastie" title="Zhou-Dynastie">Zhou-Dynastie</a> (1122–256 v. Chr.) gelegt. Zu dieser Zeit unterstanden der Direktion 80 Boten sowie 8 Hauptkuriere, für die im Abstand von etwa 5&nbsp;km Verpflegungsquartiere und in größeren Abständen Übernachtungsquartiere eingerichtet wurden. Dieses System wurde während der Zeit der Qin-Dynastie (221–207 v. Chr.) und vor allem während der Han-Dynastie entscheidend ausgebaut. Die Relaisstationen gewährten den Kurieren Unterkunft und Verpflegung auf Staatskosten und sorgten für Pflege oder Ersatz der Pferde. Die Leiter dieser Stationen erhielten vom <a href="Staat" title="Staat">Staat</a> volle Steuerfreiheit als Gegenleistung für ihre Bemühungen. In der <a href="Ming-Dynastie" title="Ming-Dynastie">Ming-Dynastie</a> war das Postwesen dem <a href="Kriegsministerium_im_Kaiserreich_China" title="Kriegsministerium im Kaiserreich China">Kriegsministerium</a> unterstellt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Zur_Zeit_des_Mittelalters">Zur Zeit des Mittelalters</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Entwicklung_in_Europa">Entwicklung in Europa</h3></div>
<p>Nach dem <a href="Untergang_des_Westr%C3%B6mischen_Reiches" class="mw-redirect" title="Untergang des Weströmischen Reiches">Untergang des Weströmischen Reiches</a> gab es in Europa nur noch eine stark reduzierte Nachrichtenübermittlung. Die Schriftlichkeit ging zurück, Fernhandel und Fernreisen ebenfalls. Es gab auch keine römische reichsweite Bürokratie mehr, die überregionalen Schriftverkehr hätte produzieren können. Am gut ausgebauten System des römischen Cursus Publicus bestand weder Bedarf noch Interesse und es gab auch keine Institution mehr, die die entsprechenden Kosten des Unterhalts aufbringen konnte oder wollte. So verfiel das antike Postwesen ohne auch nur annähernden Ersatz. Verbliebene bzw. neu entstehende überregionale Institutionen waren die katholische Kirche mit den missionierenden Mönchen wie <a href="Bonifatius" title="Bonifatius">Bonifatius</a> und ab dem 8. Jahrhundert das Großreich der <a href="Karolinger" title="Karolinger">Karolinger</a>, das mit Hilfe von Boten vernetzt war. Für die Behauptung, dass bereits <a href="Karl_der_Gro%C3%9Fe" title="Karl der Große">Karl der Große</a> (768–814) über Pferdestafetten verfügte, fanden sich jedoch keine Beweise.
</p><p>Da Staaten schwach waren, und <a href="Fehde" title="Fehde">Fehden</a> trotz Versuchen einen <a href="Ewiger_Landfriede" title="Ewiger Landfriede">Landfrieden</a> zu etablieren an der Tagesordnung waren, kam es immer wieder zu Überfällen auf Boten. Man versuchte sich unter den Schutz der Herrscher der Länder, durch die man zog zu stellen – konnte ein Herrscher die Menschen, die er unter seinen Schutz gestellt hatte, nicht schützen oder wenigstens Angriffe gegen sie bestrafen, so zog dies auch einen Rufschaden für den Herrscher nach sich. Da der <a href="Leumund" title="Leumund">Leumund</a> im Mittelalter sogar noch wichtiger als heute war, boten Herrscher ihren Schutz nicht leichtfertig an und ließen sich diesen oft bezahlen. <a href="Wegezoll" class="mw-redirect" title="Wegezoll">Wegezoll</a> wurde in jener Zeit oft nicht für den Unterhalt der Straßen, sondern für den Schutz als Reisender auf ebendiesen Straßen gezahlt.
</p><p>Im <a href="Hochmittelalter" title="Hochmittelalter">Hochmittelalter</a> wurde die Nachrichtenübermittlung in Europa von drei Einrichtungen dominiert: der katholischen Kirche, den Herrschern in den verschiedenen Ländern und dem europäischen Fernhandel.
</p><p>Die zentrale Lenkung der Kirche in Rom (bzw. 1309–1378 in <a href="Avignon" title="Avignon">Avignon</a>) und die häufigen Papstwahlen erzwangen einen ständigen Schriftverkehr mit den Bistümern. Dazu gehörte auch die Einbindung der Klöster, die eigene Botendienste unterhielten. Auch die deutsch-römischen Herrscher und die Könige in Frankreich und England benötigten eine zentrale Kommunikation in ihren Ländern. Sie setzten aber in der Regel nur Fußboten ein, die manchmal auch Leihpferde von Herbergen an Reisestraßen<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> oder Flussschiffe nutzten.
</p><p>Im späten Mittelalter bildete sich in europäischen Städten wie Antwerpen, Augsburg, Frankfurt, Nürnberg, Leipzig, den <a href="Hanse" title="Hanse">Hansestädten</a> wie Hamburg, Bremen oder Lübeck, dem <a href="Deutscher_Orden" title="Deutscher Orden">Deutschen Orden</a>, London, Marseille, Nowgorod und der <a href="Republik_Venedig" title="Republik Venedig">Republik Venedig</a> ein Fernhandel heraus, verbunden mit einem regen Schriftverkehr der länderübergreifenden Kaufmannspost. Im 15. Jahrhundert entstanden in Italien, im <a href="Heiliges_R%C3%B6misches_Reich" title="Heiliges Römisches Reich">Heiligen Römischen Reich</a> und in den Niederlanden große Bank- und Handelshäuser. Zentren waren Florenz, Mailand, Rom, Venedig, Augsburg, Brüssel und Antwerpen. Diese Häuser waren miteinander vernetzt.
</p><p>Einen privaten Briefverkehr gab es im Mittelalter kaum. Pergament war teuer – auch teurer als es Papyrus in der Antike gewesen war. Erst die Einführung von billigem Papier führte ab dem 15. Jahrhundert zu einem wachsenden Schriftverkehr. So transportierten Marktschiffe auf Flüssen auch Schriftstücke. In vielen Regionen Deutschlands übernahmen <a href="Metzgerpost" title="Metzgerpost">Metzger</a> den Austausch von Briefen. Auch Universitäten unterhielten Botendienste, so etwa in Paris. Bedeutend wurden auch die städtischen Botenanstalten im Heiligen Römischen Reich. Sie beförderten gegen Bezahlung private Briefe und die Kaufmannspost. Diese Dienste waren untereinander vernetzt und beherrschten während des 16. Jahrhunderts den größten Teil des privaten und kaufmännischen Briefverkehrs. Ihr Niedergang erfolgte erst nach dem Dreißigjährigen Krieg.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Entwicklung_außerhalb_Europas"><span id="Entwicklung_au.C3.9Ferhalb_Europas"></span>Entwicklung außerhalb Europas</h3></div>

<p>Nach dem Zerfall des Weströmischen Reiches gelang es den <a href="Araber" title="Araber">Arabern</a>, ein Weltreich aufzubauen, das sich von Persien bis nach <a href="Spanien" title="Spanien">Spanien</a> erstreckte. Die schon bestehenden Nachrichtenverbindungen wurden während dieser Zeit stark ausgebaut; so entstand ein gut organisiertes Nachrichtenwesen, das sogar die <a href="Taubenpost" title="Taubenpost">Taubenpost</a> nutzte. Die Kuriere erhielten eine besondere Kennzeichnung, damit sie schon von Weitem zu erkennen waren: Ihnen wurde ein Täfelchen, das als Ausweis diente, mittels einer gelben Schärpe um den Hals gehängt. Wer einen so gekennzeichneten Boten angriff, legte sich mit dem Herrscher an, unter dessen Schutz der Bote stand, und konnte sich aufgrund der weithin bekannten Kennzeichen der Boten auch nicht auf Unkenntnis berufen.
</p><p>Auch den <a href="Inka" title="Inka">Inka</a> gelang es während ihrer Blütezeit zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert, ein wohlorganisiertes Botensystem einzurichten. Für die Boten, den <i><a href="Chaski" title="Chaski">Chasqui</a></i>, wurden in regelmäßigen Abständen von 3 bis 5&nbsp;km an den wichtigsten Straßen des Reiches Herbergen (<i><a href="Tambo_(Inka)" title="Tambo (Inka)">Tambos</a></i>) eingerichtet. Vor dem Häuschen warteten stets zwei Boten auf ihren Einsatz. Erspähten sie einen anderen Boten in der Ferne, so eilten sie ihm entgegen und nahmen ihm die zu überbringenden Nachrichten ab. Bei besonders wichtigen oder eiligen Mitteilungen machten sich die nahenden Boten zusätzlich durch eine <a href="Schneckenhorn" title="Schneckenhorn">Schneckentrompete</a> bemerkbar. Da die Kultur der Inka als schriftlose Hochkultur gilt und bislang nicht geklärt ist, ob sie ihre <a href="Quipu" title="Quipu">Knotenschrift</a> auch für andere Informationen als das Speichern von Zahlen verwendeten, bleibt unsicher, ob die Boten die meisten Nachrichten nicht eher mündlich weitergegeben haben.
</p><p>Auch während der Blütezeit der <a href="Maya" title="Maya">Maya</a>-Kultur bestand ein Botensystem. Doch ist darüber nur wenig bekannt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Entwicklung_ab_der_Frühen_Neuzeit_in_Europa"><span id="Entwicklung_ab_der_Fr.C3.BChen_Neuzeit_in_Europa"></span>Entwicklung ab der Frühen Neuzeit in Europa</h2></div>

<p>Seit dem 13. Jahrhundert boten Herbergen an Reisestraßen in Spanien, in Italien und in Deutschland Leihpferde an. Erste staatliche <a href="Estafette" title="Estafette">Stafetten</a> zur Nachrichtenübermittlung mittels Reiter- und Pferdewechsel entstanden schon vor 1400 im Herzogtum Mailand. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts unterhielt König Ludwig XI. aus Frankreich einige Postenketten mit Pferdewechsel. Die erste zeitlich und räumlich zentral organisierte Postverbindung war der so genannte <a href="Niederl%C3%A4ndischer_Postkurs" title="Niederländischer Postkurs">Niederländische Postkurs</a>. Er wurde im Jahr 1490 von <a href="Janetto_von_Taxis" title="Janetto von Taxis">Janetto von Taxis</a> mit Hilfe seines Bruders <a href="Franz_von_Taxis" title="Franz von Taxis">Franz</a> und seines Neffen <a href="Johann_Baptista_von_Taxis" title="Johann Baptista von Taxis">Johann Baptista</a> zwischen dem Hof <a href="Maximilian_I._(HRR)" title="Maximilian I. (HRR)">Maximilians I.</a> in <a href="Innsbruck" title="Innsbruck">Innsbruck</a> und jenem seines minderjährigen Sohnes <a href="Philipp_I._(Kastilien)" title="Philipp I. (Kastilien)">Philipp</a> in den <a href="Burgundische_Niederlande" title="Burgundische Niederlande">Burgundischen Niederlanden</a> eingerichtet. Als Philipp nach dem Tod <a href="Isabella_I._(Kastilien)" title="Isabella I. (Kastilien)">Isabellas</a> im November 1504 kastilischer König wurde, verlängerte Franz von Taxis die <a href="Postkurs" title="Postkurs">Postlinien</a> bis nach <a href="Kastilien" title="Kastilien">Kastilien</a>. 1516 erhielt er vom spanischen König und späteren Kaiser <a href="Karl_V._(HRR)" title="Karl V. (HRR)">Karl V.</a> das Privileg eines Hauptpostmeisters der <a href="Siebzehn_Provinzen" title="Siebzehn Provinzen">Niederlande</a>. Die Postkurse wurden je nach Bedarf bis Rom, Neapel, Verona und zu anderen Städten ausgedehnt.
</p><p>Es ist beachtlich, dass durch die straffe Organisation des Postwesens, die einen rationellen <a href="Postreiter" title="Postreiter">Reiter-</a> und Pferdewechsel an <a href="Poststation" title="Poststation">Poststationen</a> festlegte, täglich im Durchschnitt 166 Kilometer Postweg bewältigt werden konnten. Diese Transportgeschwindigkeit von 6,6 km pro Stunde einschließlich Stopps konnte nur durch zahlreiche Pferdewechsel erreicht werden. Zum Vergleich: Beim militärisch-sportlichen <a href="Distanzritt_Berlin-Wien%2C_Wien-Berlin_1892" class="mw-redirect" title="Distanzritt Berlin-Wien, Wien-Berlin 1892">Distanzritt zwischen Berlin und Wien 1892</a> schafften ohne Pferdewechsel die Sieger zwar 7,8 km pro Stunde, aber ihre Pferde verendeten wenige Stunden nach dem Wettkampf.
</p><p>Zu Beginn war die Post für den privaten Briefverkehr gesperrt. Es durften nur Briefe und Kleingüter aus dem dynastischen Bereich befördert werden. Nach 1520 nahm die Beförderung der Privatpost auf dem <a href="Niederl%C3%A4ndischer_Postkurs" title="Niederländischer Postkurs">Niederländischen Postkurs</a> einen solchen Umfang an, dass sie zunächst stillschweigend geduldet und schließlich genehmigt wurde. Neben Briefen und ähnlichen Sendungen beförderte die Post auch Personen, die mit Begleitung von <a href="Poststation" title="Poststation">Poststation</a> zu Poststation reisten und dabei die Reitpferde wechselten.
</p><p>Im Jahre 1596 wurde <a href="Leonhard_I._von_Taxis" title="Leonhard I. von Taxis">Leonhard I. von Taxis</a> zum Generaloberstpostmeister im <a href="Heiliges_R%C3%B6misches_Reich" title="Heiliges Römisches Reich">Heiligen Römischen Reich</a> ernannt. Das Postwesen selbst galt seit 1597 als <a href="Regalien" title="Regalien">kaiserliches Regal</a>. 1624 wurde <a href="Lamoral_von_Taxis" title="Lamoral von Taxis">Lamoral von Taxis</a> in den <a href="Reichsgrafenstand" class="mw-redirect" title="Reichsgrafenstand">Reichsgrafenstand</a> erhoben und mit dem <a href="Lehen" class="mw-redirect" title="Lehen">Lehen</a> des Generaloberstpostmeisters bedacht. In den österreichischen Erblanden ging das Postlehen 1624 auf das Haus derer <a href="Paar_(Adelsgeschlecht)" title="Paar (Adelsgeschlecht)">von Paar</a> über.
</p><p>Der zunehmende Postverkehr führte schon früh zu Versuchen administrativer Verbesserungen und Vereinfachungen. Sie galten vorwiegend der Abschaffung postalischer Unzulänglichkeiten bei der <a href="Briefzustellung" title="Briefzustellung">Zustellung</a>, der Verminderung hoher <a href="Verlustquote" class="mw-redirect" title="Verlustquote">Verlustquoten</a> der Sendungen, dem Wunsch nach größerer Sicherheit für die der Post anvertrauten Briefe und Güter und der Einstellung zuverlässiger <a href="Bote" title="Bote">Boten</a>, die ausreichenden <a href="Arbeitsentgelt" title="Arbeitsentgelt">Lohn</a> erhalten sollten.
</p><p>1622 verband Hamburg und Lübeck, 1624 Nürnberg und Leipzig ein regelmäßiger Postdienst. In der Mitte des 17. Jahrhunderts entstand als Konkurrenz zur <a href="Kaiserliche_Reichspost" title="Kaiserliche Reichspost">Kaiserlichen Reichspost</a>, die von den <a href="Thurn_und_Taxis" title="Thurn und Taxis">Thurn und Taxis</a> betrieben wurde, eine <a href="Brandenburg-Preu%C3%9Fen" title="Brandenburg-Preußen">brandenburgisch-preußische</a> Staatspost. Ebenso begann nach dem Ende des <a href="Drei%C3%9Figj%C3%A4hriger_Krieg" title="Dreißigjähriger Krieg">Dreißigjährigen Krieges</a> der Einsatz von Postkutschen, zunächst im Personenverkehr. Entlang der <a href="Postkurs" title="Postkurs">Postkurse</a> entstanden an den <a href="Poststation" title="Poststation">Poststationen</a> Gaststätten, die mit den Postgesellschaften kooperierten. Die noch heute bestehenden Bezeichnungen wie <i>Gasthaus zur Post</i> erinnern daran.
</p><p>Um 1800 waren alle mitteleuropäischen Städte durch regelmäßige Postverbindungen miteinander verbunden. Ab dem Zeitalter der Aufklärung, etwa ab der Mitte des 18. Jahrhunderts, ist eine Steigerung der Reisetätigkeit belegt.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Die materielle Basis für diese neue Dimension des Reisens schafft die Post.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>“
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Die Gründung des <a href="Weltpostverein" title="Weltpostverein">Weltpostvereins</a> 1874 bzw. dessen Vorläufer <i>Allgemeiner Postverein</i> durch 22 Staaten regelte die internationale Zusammenarbeit der Postunternehmen und -behörden, die Rahmenbedingungen des grenzüberschreitenden Postverkehrs und die Abrechnung der dabei anfallenden Postgebühren. Seit 4. Juli 1947 ist der Weltpostverein eine <a href="Sonderorganisation_der_Vereinten_Nationen" class="mw-redirect" title="Sonderorganisation der Vereinten Nationen">Sonderorganisation der Vereinten Nationen</a> und hat heute (2020) 192 Mitgliedsstaaten. Diese Organisation ermöglicht es weltweit Briefe und Pakete zu versenden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bildliche_Darstellung_zur_Postgeschichte">Bildliche Darstellung zur Postgeschichte</h2></div>
<p>In Blasewitz, damals schnell wachsender Vorort von Dresden, wurde 1892 ein neues Postamt gebaut. An der Fassade dieses heute ehemaligen Postamtes sind Sandsteinreliefs angebracht. Sie sind zugleich eines der wenigen Denkmale für die Postgeschichte in Deutschland.
</p>




<p>Eins zeigt eine Dampflokomotive und steht für DAS Transportmittel der damaligen Zeit. Die Elektrifizierung der Eisenbahn und das Autozeitalter steckten noch in den Babyschuhen. Das Posthorn und das Paket weisen auf die Zeit hin, in der die Postkutsche dem Transport von Personen und Gütern diente. Die Flügel oberhalb der Lokomotive könnten für den Reichsadler stehen und damit Hinweis sein, dass die Post eine hoheitliche Angelegenheit war.
Ein weiteres Flachrelief präsentiert Gegenstände, die zu dieser Zeit zu einem neuen Arbeitsgebiet der Post, der elektrischen Nachrichtenübermittlung, gehörten. Isolatoren waren für die damaligen Telegrafenmasten unabdingbar. Die Telefonmasten waren noch die nächsten Jahrzehnte landschaftsprägend. Die Blitze repräsentieren den Strom, der für Telefon und Telegrafie notwendig war (und ist). Die Blitze umspannen die Erdkugel, stehen also auch für weltweite elektrische Nachrichtenübermittlung. Die Flammen in der Mitte könnten ein Hinweis darauf sein, dass in vergangenen Jahrhunderten auch Feuer zur Nachrichtenübermittlung benutzt wurden. Das Telefon hat zwei Hörmuscheln, die mit der rechten und der linken Hand gefasst wurden. Das Mikrofon befindet sich in der Mitte. Der Telefonhörer, der Hörmuschel und Sprechmuschel vereint, war schon erfunden, aber noch nicht verbreitet. Dieses Telefon hat keinen Kurbelinduktor zur Erzeugung eines Klingelsignals. Das erste Funksignal wurde in Deutschland erst 1897 gesendet. Ein Sendemast konnte also einige Jahre vorher noch nicht dargestellt werden.
Eine kleinere, eher spielerische Darstellung der „Kinderpost“ erinnert an die Putten, einem zur damaligen Zeit nicht nur in Dresden beliebten Motiv.
Die zweite kleinere Darstellung zeigt wieder Bilder der Postgeschichte. Die kleinen Engel können auf etwas Wichtiges hinweisen: Wer eine (gute) Nachricht überbringt, kann ein „Engel Gottes“ sein. Der Putto links hält mit der einen Hand die Sprechmuschel. Mit der anderen Hand scheint er eine Morsetaste zu bedienen. Der Götter(!)bote Hermes transportiert keine Briefe mehr (lange Rolle), sondern bedient sich der elektrischen Nachrichtenübermittlug (Blitze). Noch Jahrzehnte später war die Leitung manchmal so „schwach“, dass man in den Telefonhörer schreien musste. Dafür könnte der Putto in der Mitte stehen. Oder – damals herrschte ein „christlicher“ Kaiser über ein „christliches“ Volk - ruft er den Menschen seiner Zeit das Wort Gottes zu?
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Entwicklung_des_Portowesens">Entwicklung des Portowesens</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Empfänger_zahlt_Gebühr"><span id="Empf.C3.A4nger_zahlt_Geb.C3.BChr"></span>Empfänger zahlt Gebühr</h3></div>
<p>Nach einem Portostreit gab es im Mai 1534 erstmals eine Absprache zwischen dem Generalpostmeister <a href="Johann_Baptista_von_Taxis" title="Johann Baptista von Taxis">Johann Baptista von Taxis</a> in den Niederlanden, Mapheo von Taxis in Spanien und Simon von Taxis in Mailand. Als Schiedsrichter fungierte der Postmeister Johann Anton von Taxis aus Augsburg. Danach entschied der <a href="Gro%C3%9Fer_Rat_von_Mecheln" title="Großer Rat von Mecheln">Große Rat von Mecheln</a> den Streit.
</p><p>Zu Beginn der regulären Postdienste gab es keinen einheitlichen <a href="Tarif" title="Tarif">Tarif</a> für private Kunden. Die Höhe der Beförderungsgebühr wurde nach dem <a href="Masse_(Physik)" title="Masse (Physik)">Gewicht</a> der Postsache und der Länge der Wegstrecke errechnet. Die Entrichtung der Beförderungsgebühren, also der Summe, die heute mit dem Wort <a href="Porto" title="Porto">Porto</a> bezeichnet wird, wurde nicht durch den <a href="Absender" title="Absender">Absender</a> beglichen, sondern der Empfänger bezahlte an den <a href="Postillon" title="Postillon">Postillon</a> die <a href="Geb%C3%BChr" title="Gebühr">Gebühren</a>. Der Postunternehmer verlangte die Bezahlung für die Zustellung erst, nachdem er sie vorgenommen hatte.
</p><p>Möglicherweise spielte auch der Gedanke eine Rolle, dass der Absender, in Ungewissheit über das Schicksal seiner der Post übergebenen Sendung, im Vorhinein gar nicht hätte zahlen wollen. Gewiss hat auch der Gesichtspunkt seine Berechtigung, dass der Postunternehmer, wissend, dass erst bei der Zustellung der Sendung die Beförderungsgebühr entrichtet wird, alles daransetzte, dass seine Boten so zuverlässig und so gut wie möglich arbeiteten und auf kürzestem Weg und in raschester Weise die ihnen aufgetragenen Ziele erreichten.
</p><p>So schrieb <a href="Fran%C3%A7ois_de_Malherbe" title="François de Malherbe">Malherbes</a> am 8. Juni 1621 seinem Freund <a href="Nicolas-Claude_Fabri_de_Peiresc" title="Nicolas-Claude Fabri de Peiresc">Claude Fabri</a>, Parlamentsrat der <a href="Provence" title="Provence">Provence</a>:
</p>
<dl><dd>„Zögern Sie nicht, wenn es Ihnen beliebt, mir zu schreiben und die Beförderungsgebühr bei mir kassieren zu lassen, auf dass die Postboten williger seien, es schnell zu tun.“</dd></dl>
<p>Die Bezahlung der Postsendung durch den Empfänger ermöglichte auch zu einer Zeit, als es noch keine <a href="Briefmarke" title="Briefmarke">Freimarken</a> gab, Briefe einfach in eine der Sammelbüchsen zu werfen, aus denen sie der <a href="Postverwalter" class="mw-redirect" title="Postverwalter">Postverwalter</a> zusammenholte, so dass die oft beschwerlichen Einlieferungen beim <a href="Postamt" title="Postamt">Postamt</a> vermieden werden konnten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Absender_zahlt_Gebühr"><span id="Absender_zahlt_Geb.C3.BChr"></span>Absender zahlt Gebühr</h3></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Im_Heiligen_Römischen_Reich"><span id="Im_Heiligen_R.C3.B6mischen_Reich"></span>Im Heiligen Römischen Reich</h4></div>
<p>Ein früher Beleg für vorausbezahltes Porto ist der Stundenpass von 1506 auf der <a href="Postkurs" title="Postkurs">Postroute</a> von <a href="Mechelen" title="Mechelen">Mechelen</a> nach Innsbruck. Nach diesem Stundenpass übernahm einer der <a href="Postreiter" title="Postreiter">Postreiter</a> beim Vorbeiritt an <a href="Speyer" title="Speyer">Speyer</a> ein Päckchen für die <a href="Welser" title="Welser">Welser</a>. Er erhielt mehrere <a href="Gulden" title="Gulden">Gulden</a> zur Weiterbeförderung von <a href="S%C3%B6flingen" title="Söflingen">Söflingen</a> bei Ulm nach Augsburg.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Frankreich">Frankreich</h4></div>
<p>Ein französischer Beleg für eine Postsendung, bei der die Gebühr vom Absender gegen <a href="Quittung" title="Quittung">Quittung</a> des Annahmepostamtes bezahlt wurde, stammt vom 18. Juli 1653, als <a href="Jean-Jacques_Renouard_de_Villayer" title="Jean-Jacques Renouard de Villayer">Jean-Jacques Renouard de Villayer</a> von <a href="Ludwig_XIV." title="Ludwig XIV.">Ludwig XIV.</a> eine „königliche Erlaubnis“ erhielt, Briefe von einem Pariser Bezirk nach dem anderen zu tragen.
</p><p>Dieses königliche <a href="Privileg" title="Privileg">Privileg</a> war nicht nur für Monsieur de Villayer ausgefertigt worden, sondern es trug noch den Namen des Grafen de Nogent, der aber nie an diesem Postdienst teilnahm –&nbsp;es sei denn vielleicht am Gewinn. Er wäre damit ein früher Vorläufer jener „Beziehungsverwerter“, die für ihre Auftraggeber vorteilhafte Verträge erreichen.
</p><p>Monsieur de Villayer ließ durch Maueranschläge in Paris seine neue Posteinrichtung <a href="Plakat" title="Plakat">affichieren</a>.
</p>
<ul><li>In erster Linie wies er darauf hin, dass die Boten viel schneller arbeiten würden, da sie ja nicht beim Empfänger auf die Bezahlung der von ihnen übergebenen Sendung zu warten brauchten.</li>
<li>Der zweite Hinweis besagte, dass es nur richtig und in Ordnung sei, wenn jener, der einen Brief an einen anderen schicke, der ihn vielleicht gar nicht haben wolle, für die Zustellung bezahle.</li>
<li>Das dritte Argument lautete: „Durch meine Post können viele Leute an Personen schreiben, denen sie aus besonderer Höflichkeit nicht zumuten möchten, die Postgebühr zu bezahlen, und außerdem können sie auch ihrem <a href="Advokat" title="Advokat">Advokaten</a> oder Bevollmächtigten oder <a href="Lieferant" title="Lieferant">Lieferanten</a> Nachricht geben, ohne ihnen Kosten zu verursachen.“</li></ul>
<p>„Am… Tage des Jahres Tausendsechshundertund…fünfzig bezahltes Porto…“
</p><p>war der Text der Quittung, die das Unternehmen Villayers, nach Einfügung von Datum und Betrag, dem Absender als ihm verbleibenden Beleg ausstellte. Diese Portoquittung, die nur wegen ihres Formates, der handschriftlichen Angaben und des Fehlens einer Gummierung keine Briefmarke in unserem Sinne darstellt, wurde an den zu befördernden Brief, bevor er in einen der Villayerschen Briefkästen geworfen wurde, dergestalt befestigt, dass „der Postbote bei der Zustellung sie genau sehen und leicht von dem Brief loslösen kann“.
</p><p>Monsieur de Villayer gestattete auch die Beifügung eines unausgefüllten Portozahlscheines neben dem der Beförderung dienenden ausgefüllten, damit der Empfänger antworten konnte, wenn er willens war, ohne sich dabei in Unkosten zu stürzen. Damit schuf er das Urbild des <a href="Internationaler_Antwortschein" title="Internationaler Antwortschein">Antwort-Porto-Gutscheins</a>, der bis auf unsere Tage benutzt wird.
</p><p>Die Grundidee der <a href="Briefmarke" title="Briefmarke">Freimarke</a> war damit geboren.
</p><p>Die von dem Postboten bei der Verwaltung des Villayerschen Unternehmens abgelieferten Portoquittungen dienten wohl nur Berechnungszwecken. Sie wurden später vernichtet, schon um einen eventuellen Missbrauch durch nochmalige Verwendung auszuschließen. Unausgefüllte Postquittungen dürften kaum in größeren Mengen gehortet worden sein. Und Villayers Post war nur von kurzer Lebensdauer, denn im Jahre 1662 verlangte bereits, nach Einstellung seines Unternehmens, eine Dame spanischen Ursprungs –&nbsp;Doña Molina y Espinos&nbsp;– ein neues königliches Privileg. So ist kein einziges „Billet de porte payé“ erhalten geblieben, sowenig wie irgendeine der zusätzlichen anderen Quittungen, die der erfindungsreiche Monsieur de Villayer im Justizpalast von Paris vertrieben hatte. Es waren Vordrucke mit häufig wiederkehrenden Texten und einem freigelassenen Raum zum handschriftlichen Ergänzen durch Eintragung von Datum und Namen. Der Wortlaut war ungefähr wie jener der vorgedruckten „Binnenbriefe“ unserer Tage:
</p><p>„Herrn… Falls Sie nicht binnen drei Tagen den Betrag von… an uns bezahlen…“
</p><p>Nur ein Text eines solchen <a href="Formular" title="Formular">Passepartout</a> wurde im Jahre 1838 von dem Vizedirektor der Pariser Postverwaltung, M. A. Piron, in seinem Buch <i>Du Service des Postes et de la taxation des lettres.</i><sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> (dtsch. <i>Der Postdienst und die Freimachung von Briefen mittels einer Marke</i>) veröffentlicht.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Postgeschichte_einzelner_Länder"><span id="Postgeschichte_einzelner_L.C3.A4nder"></span>Postgeschichte einzelner Länder</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Deutschland">Deutschland</h3></div>
<p>siehe Hauptartikel <a href="Deutsche_Postgeschichte" title="Deutsche Postgeschichte">Deutsche Postgeschichte</a>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Österreich"><span id=".C3.96sterreich"></span>Österreich</h3></div>
<ul><li><a href="Habsburger_Post_(1490%E2%80%931556)" title="Habsburger Post (1490–1556)">Habsburger Post (1490–1556)</a></li>
<li><a href="Habsburger_Post_(1557%E2%80%931597)" title="Habsburger Post (1557–1597)">Habsburger Post (1557–1597)</a></li>
<li><a href="%C3%96sterreichische_Postgeschichte_bis_1806" title="Österreichische Postgeschichte bis 1806">Österreichische Postgeschichte bis 1806</a></li>
<li><a href="%C3%96sterreichische_Post-_und_Telegraphenverwaltung" class="mw-redirect" title="Österreichische Post- und Telegraphenverwaltung">Österreichische Post- und Telegraphenverwaltung</a></li>
<li><a href="%C3%96sterreichische_Post_AG" class="mw-redirect" title="Österreichische Post AG">Österreichische Post AG</a></li>
<li><a href="Postgeschichte_und_Briefmarken_von_%C3%96sterreich" title="Postgeschichte und Briefmarken von Österreich">Postgeschichte und Briefmarken von Österreich</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Schweiz">Schweiz</h3></div>
<ul><li><a href="Schweiz" title="Schweiz">Schweiz</a>
<ul><li><a href="Die_Schweizerische_Post" title="Die Schweizerische Post">Die Schweizerische Post</a></li>
<li><a href="Postgeschichte_und_Briefmarken_der_Schweiz" title="Postgeschichte und Briefmarken der Schweiz">Postgeschichte und Briefmarken der Schweiz</a></li>
<li><a href="Post-%2C_Telefon-_und_Telegrafenbetriebe" title="Post-, Telefon- und Telegrafenbetriebe">Post-, Telefon- und Telegrafenbetriebe</a></li></ul></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Weitere_europäische_Länder"><span id="Weitere_europ.C3.A4ische_L.C3.A4nder"></span>Weitere europäische Länder</h3></div>
<ul><li><a href="Postgeschichte_und_Briefmarken_von_Danzig" title="Postgeschichte und Briefmarken von Danzig">Danzig</a></li>
<li><a href="Postgeschichte_und_Briefmarken_D%C3%A4nemarks" title="Postgeschichte und Briefmarken Dänemarks">Dänemark</a>
<ul><li><a href="Postgeschichte_und_Briefmarken_der_F%C3%A4r%C3%B6er" title="Postgeschichte und Briefmarken der Färöer">Färöer</a></li>
<li><a href="Postgeschichte_und_Briefmarken_von_Gr%C3%B6nland" title="Postgeschichte und Briefmarken von Grönland">Grönland</a></li></ul></li>
<li><a href="Postgeschichte_Finnlands" title="Postgeschichte Finnlands">Finnland</a></li>
<li><a href="Postgeschichte_und_Briefmarken_von_Frankreich" title="Postgeschichte und Briefmarken von Frankreich">Frankreich</a>
<ul><li><a href="Pariser_Stadtpost" title="Pariser Stadtpost">Pariser Stadtpost</a></li></ul></li>
<li><a href="Briefmarken_und_Postgeschichte_Gro%C3%9Fbritanniens" title="Briefmarken und Postgeschichte Großbritanniens">Großbritannien</a></li>
<li><a href="Postgeschichte_und_Briefmarken_des_Freistaates_Ikaria" title="Postgeschichte und Briefmarken des Freistaates Ikaria">Ikaria</a></li>
<li><a href="Postgeschichte_und_Briefmarken_von_Island" title="Postgeschichte und Briefmarken von Island">Island</a></li>
<li><a href="Postgeschichte_und_Briefmarken_von_Italien" title="Postgeschichte und Briefmarken von Italien">Italien</a>
<ul><li><a href="Postgeschichte_und_Briefmarken_von_Campione_d%E2%80%99Italia" title="Postgeschichte und Briefmarken von Campione d’Italia">Campione d’Italia</a></li></ul></li>
<li><a href="Postgeschichte_und_Briefmarken_von_Liechtenstein" title="Postgeschichte und Briefmarken von Liechtenstein">Liechtenstein</a></li>
<li><a href="Postgeschichte_Norwegens" title="Postgeschichte Norwegens">Norwegen</a></li>
<li><a href="Briefmarken_und_Postgeschichte_von_Russland" title="Briefmarken und Postgeschichte von Russland">Russland</a></li>
<li><a href="Postgeschichte_Schwedens" title="Postgeschichte Schwedens">Schweden</a></li>
<li><a href="Postgeschichte_Spaniens" title="Postgeschichte Spaniens">Spanien</a></li>
<li><a href="Postgeschichte_und_Briefmarken_von_Ungarn" title="Postgeschichte und Briefmarken von Ungarn">Ungarn</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Außereuropäische_Länder"><span id="Au.C3.9Fereurop.C3.A4ische_L.C3.A4nder"></span>Außereuropäische Länder</h3></div>
<ul><li><a href="Geschichte_der_%C3%84gyptischen_Post" title="Geschichte der Ägyptischen Post">Ägypten</a></li>
<li><a href="Postgeschichte_und_Briefmarken_der_Antarktis" title="Postgeschichte und Briefmarken der Antarktis">Antarktis</a></li>
<li><a href="Postgeschichte_und_Briefmarken_von_Chile" title="Postgeschichte und Briefmarken von Chile">Chile</a></li>
<li><a href="Postgeschichte_und_Briefmarken_von_China" title="Postgeschichte und Briefmarken von China">China</a></li>
<li><a href="Kolumbianische_Postgeschichte" title="Kolumbianische Postgeschichte">Kolumbien</a></li>
<li><a href="Postgeschichte_und_Briefmarken_von_Maluku_Selatan" title="Postgeschichte und Briefmarken von Maluku Selatan">Maluku Selatan</a></li>
<li><a href="Postgeschichte_und_Briefmarken_der_Vereinigten_Staaten" title="Postgeschichte und Briefmarken der Vereinigten Staaten">Vereinigte Staaten</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Internationale_Organisationen">Internationale Organisationen</h2></div>
<ul><li><a href="Weltpostverein" title="Weltpostverein">Weltpostverein</a></li>
<li><a href="Internationale_Fernmeldeunion" title="Internationale Fernmeldeunion">Internationale Fernmeldeunion</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li><a href="Wolfgang_Behringer" title="Wolfgang Behringer">Wolfgang Behringer</a>: <i>Im Zeichen des Merkur, Reichspost und Kommunikationsrevolution in der Frühen Neuzeit.</i> <a href="Vandenhoeck_%26_Ruprecht" title="Vandenhoeck &amp; Ruprecht">Vandenhoeck &amp; Ruprecht</a>, Göttingen 2003, ISBN 3-525-35187-9.</li>
<li>Martin Gur: <i>Das Postwesen in Galizien von 1772-1820.</i> <a href="Dissertation" title="Dissertation">Dissertation</a> an der <a href="Universit%C3%A4t_Wien" title="Universität Wien">Universität Wien</a>, Wien 2011. Mit einem <i>Allgemeine[n] geschichtliche[n] Überblick über das Postwesen</i> im Abschnitt <i>II. Das Postwesen,</i> S. 150ff. (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://othes.univie.ac.at/17006/1/2011-10-19_6750180.pdf">Volltext als PDF.</a>).</li>
<li>Hermann Glaser, Thomas Werner: <i>Die Post in ihrer Zeit. Eine Kulturgeschichte menschlicher Kommunikation,</i> v. Decker Verlag, Heidelberg 1990.</li>
<li>Martin Dallmeier: <i>Quellen zur Geschichte des europäischen Postwesens 1501–1806.</i> 2 Bände, Lassleben, Kallmünz 1977.</li>
<li>Handwörterbuch des Postwesens, Hrsg. <a href="Bundesministerium_f%C3%BCr_Post_und_Telekommunikation" title="Bundesministerium für Post und Telekommunikation">Bundesministerium für das Post- und Fernmeldewesen</a>, 2. völlig umgearbeitete Auflage, Frankfurt 1953, S. 298ff.</li>
<li>Gerd van den Heuvel: <i><a href="Leibniz" class="mw-redirect" title="Leibniz">Leibniz</a> im Netz. Die frühneuzeitliche Post als Kommunikationsmedium der Gelehrtenrepublik um 1700.</i> Mit Abb.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Reihe: Lesesaal, 32. Hrsg. <a href="Georg_Ruppelt" title="Georg Ruppelt">Georg Ruppelt</a>. C. W. Niemeyer, Hameln 2009, ISBN 3827188326.</li>
<li>Ludwig Kalmus: <i>Weltgeschichte der Post.</i> Amon Franz Göth, Wien 1937.</li>
<li>Carl Möller: <i>Geschichte des Landes-Postwesens,</i> 1897 (<a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.lexikus.de/index.php?page=buch&amp;thema=8&amp;buch=563">Volltext</a> auf <i>lexikus.de.</i>).</li>
<li><a href="Poststammbuch" title="Poststammbuch">Poststammbuch</a>, Verlag R. v. Decker, Berlin 1875.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-1">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Frank Müller-Römer: <a rel="nofollow" class="external text" href="http://archiv.ub.uni-heidelberg.de/propylaeumdok/volltexte/2011/1094"><i>Transporte auf dem Nil mit Booten und Schiffen im Alten Ägypten.</i></a> 1.&nbsp;August 2011,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 9.&nbsp;November 2020</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&amp;rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3AGeschichte+der+Post&amp;rft.title=Transporte+auf+dem+Nil+mit+Booten+und+Schiffen+im+Alten+%C3%84gypten&amp;rft.description=Transporte+auf+dem+Nil+mit+Booten+und+Schiffen+im+Alten+%C3%84gypten&amp;rft.identifier=http%3A%2F%2Farchiv.ub.uni-heidelberg.de%2Fpropylaeumdok%2Fvolltexte%2F2011%2F1094&amp;rft.creator=Frank+M%C3%BCller-R%C3%B6mer">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Wolfgang_Helck" title="Wolfgang Helck">Wolfgang Helck</a>: Stichwort <i>Postwesen.</i> In: <i>Lexikon der Ägyptologie.</i> Band IV, 1982, Spalte 1080–1081.</span>
</li>
<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Lothar Störck: Stichwort <i>Taube.</i> In: <i>Lexikon der Ägyptologie.</i> Band VI, Spalte 240–241.</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">Ed. Müller I., 80.</span>
</li>
<li id="cite_note-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-5">↑</a></span> <span class="reference-text">Ernst Kießkalt: <i>Die Entstehung der Post.</i> Bamberg 1930.</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Vgl. Petra Krempien: Geschichte des Reisens und des Tourismus. Ein Überblick von den Anfängen bis zur Gegenwart. FBV-Medien-Verl.-GmbH, Limburgerhof 2000, 94-97 und Klaus Beyrer: Des Reisebeschreibens ,Kutsche‘: Aufklärerisches Bewußtsein im Postreiseverkehr des 18. Jahrhunderts. In: Wolfgang Griep, Hans-Wolf Jäger (Hrsg.): Reisen im 18. Jahrhundert. Winter, Heidelberg 1986, 50-90.</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Klaus Beyrer: Des Reisebeschreibens ,Kutsche‘: Aufklärerisches Bewußtsein im Postreiseverkehr des 18. Jahrhunderts. In: Wolfgang Griep, Hans-Wolf Jäger (Hrsg.): Reisen im 18. Jahrhundert. Winter, Heidelberg 1986, 50.</span>
</li>
<li id="cite_note-8"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-8">↑</a></span> <span class="reference-text">Fritz Ohmann: <i>Die Anfänge des Postwesens und die Taxis.</i> Leipzig 1909, S. 326–329.</span>
</li>
<li id="cite_note-9"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-9">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://gallica.bnf.fr/ark:/12148/bpt6k94706s">Du Service des Postes et de la taxation des lettres</a>.</span>
</li>
<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Cover: Ordinari-Postzeitung 1679, Titelvignette; 1. 7-facher königlich Groß-Britannischer und <a href="Kurf%C3%BCrstentum_Braunschweig-L%C3%BCneburg" title="Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg">Chur-Fürstlicher Braunschweig-Lüneburgischer</a> Staats-Calender aufs 1743. Jahr: Verzeichnis der Postverbindungen von und nach <a href="Hannover" title="Hannover">Hannover</a>. Lauenburg 1742; -- 2. Aviso. Relation oder Zeitung, Nr. 2, 1609; 3. Chur- und Fürstl. Braunschweig Lüneburgische Post Carte (1770), Zeichner Friedrich Wilhelm Ohsen; -- 4. Preußischer Reisepass f. Leibniz, 21. Juli 1704; -- 5. Leibniz, Konstruktionszeichnung für <a href="Wagenrad" class="mw-redirect" title="Wagenrad">Wagenräder</a>, Ausschnitt; -- dsb., Detailzeichnung Fuhrwerk, Ausschn.; -- dsb., weitere Konstruktionszeichnung f. Wagenräder; -- dsb., Skizze eines Wagenrads mit exzentrischer Nabe; -- dsb., Entwurf für einen "Rollwagen", Zeichnung 1686.</span>
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</ol>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Postal_history?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Geschichte der Post</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wikisource"></span></span></div><b><a href="https://de.wikisource.org/wiki/Post" class="extiw external" title="s:Post">Wikisource: Post</a></b>&nbsp;– Quellen und Volltexte</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Postgeschichte" class="extiw external" title="wikt:Postgeschichte">Wiktionary: Postgeschichte</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.dgpt.org/">Deutsche Gesellschaft für Post- und Telekommunikationsgeschichte</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.postaemter.de/">Postgeschichte von Sachsen</a></li></ul></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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